6. August, 15.15 Uhr. Der erste „Ganztag” beim Haldern Pop. Soundcheck in der Kirche. Abel Ghekiere aus Belgien gießt Klänge in den Raum und irgendwie steht gleich fest: Das hier könnte ein spannender Auftritt abseits des Mainstream werden. Die Rechtschreibkorrektur macht aus „Soundcheck” ein „Stündchen”. Das geht natürlich auch
Haldern Trust
Die Eröffnungspressekonferenz. Foto: Christoph Buckstegen
Am 1. Februar 1972 erschien Neil Youngˋs Album „Harvest”. Außen: ein haptischrauhes Pappcover – innen: das Bild einer Band, die in einer Scheune spielt. Durch die Lücken zwischen den Wandbrettern schleicht sich das Licht in die Szene.
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Ein neuer Anfang
„Sehr geehrte Frau X. Hiermit kündige ich das bestehende Mietverhältnis über das von Ihnen gemietete Einfamilienhaus […] ordentlich und fristgerecht wegen Eigenbedarfs gemäß Paragraph 573 Absatz 2 Nummer 2 BGB zum 30. 4. 2027. […] Ich bitte Sie, die Mieträume bis spätestens zum Beendigungszeitpunkt vollständig geräumt und mit sämtlichen überlassenen Schlüsseln zu übergeben. […] Ich weise Sie auf Ihr Widerspruchsrecht gemäß Paragraph 574 BGB hin. Sie können der Kündigung widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für Sie, Ihre Familie oder einen anderen Angehörigen Ihres Haushalts eine besondere Härte bedeuten würde. Mit freundlichen Grüßen …“
Das Publikum spürt, ob es persönlich ist
Fotos: Carsten Beier
Christian Friedel ist Musiker und Schauspieler. Als Schauspieler kennt man ihn aus Michael Hanekes „Das weiße Band“ (2009) oder Jonathan Glazers „The Zone of Interest“ (2022). Beim Haldern Pop sind Friedel und seine Band „Woods of Birnam“ nicht zum ersten Mal zu Gast. Ein Gespräch mit einem, der die Atmosphäre in Haldern zu schätzen weiß.
Klein, aber fein: Haldern Pop
Westside Cowboy, GB
„Einer sich selbst kopierenden Welt gehen die Originale aus“ – das Motto des 43. Haldern Pop, das vom 5. bis zum 8. August stattfindet. Man denkt kurz nach und endet bei einem inneren Nicken. Das Line-Up erfordert Fleißarbeit. Natürlich könnte man „Sportfreunde Stiller“ sagen. Zu einfach vielleicht. Also mal Stefan Reichmann, den Chefkurator des Festivals fragen: „Bitte für jeden Tag genau einen Tipp.“
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13. Juli 2026
von Heiner Frost
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Frankens Schönigkeiten
Klaus Franken? Da fallen mir spontan mal zwei Dinge ein: Linolschnitte mit Texten und das Jahresende. Meist erscheint im Spätherbst ein neues „Poems on Linoleum“, aber …
Ein Leuchtturmprojekt: Das Klever Modell
Das Team der ersten Stunde. Hintere Reihe v. l. n. r.: Manfred Opgenorth, Walter Eckhart, Achim Jaspers, Norbert Dierkes. Vordere Reihe v. l. n. r.: Paul Urbanski, Johannes Meurs, Johannes Eerden, Karl Meurs, Michael Kohls.
Auf dem Tisch: ein Heftchen. 43 Seiten. Auf der Titelseite: der Umriss des Kreises Kleve. Darüber steht: „Der Un-Organisierte Tod“. Darunter: „Das Projekt ‚Ein Jahr danach”. Der Inhalt des Heftes: ein Ergebnis – eine Zusammenfassung.
Themenflimmern
Foto: Rüdiger Dehnen
In der Wandelhalle: das große „Triptychon II“ mit der amerikanischen Flagge. Nein, das hier hat nichts mit der anbrechenden WM zu tun, sondern mit der neuen Ausstellung „Benutzeroberflächen“, die auf drei Etagen des Museum Kurhaus Werke des 2019 zu früh verstorbenen Künstlers Eberhard Havekost zeigt.
Come together oder: Havekost im Kurhaus
Der Chef ist in Bermudashorts unterwegs. Draußen sommert es – drinnen wird die neue Ausstellung aufgebaut: „Eberhard Havekost. Benutzeroberflächen”. Harald Kunde hat in jedem Ausstellungsraum einen Hängungsplan abgelegt.
Wer hilft den Opfern?
Jo Verhoeven Foto: Rüdiger Dehnen
Das System Justiz ist täterzentriert. Im Zentrum eines Prozesses stehen Tat und Täter. Opfer tauchen zwar auf – als Zeugen oder Nebenkläger –, aber am Ende konzentriert sich im Maschinenraum des Rechts vieles auf die Täter.








