„Die Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist in Kalkar in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde St. Clemens in Kalkar sucht zum 1. März 2025 einen Kirchenmusiker m/w/d (B-Examen / Bachelor Kirchenmusik) in unbefristeter Beschäftigung (25-39 Wochenstunden). Eine Einstellung als Berufseinsteiger oder in Teilzeit in Form eines Stellensplittings ist möglich.”
Alltagsorte
Anke Ehring. Foto: Rüdiger Dehnen
Manchmal muss man mit dem Ende beginnen. Es ist die Frage nach einem Wunsch. „Ich bin da nicht so spontan”, sagt Anke Ehring. Seit Januar ist sie die Neue im Kuratorenteam im Museum Kurhaus Kleve. Dann die Antwort: „Museen sollten Alltagsorte sein.” Das trifft natürlich zu, wenn eine Kuratorin ist, aber das ist ja eine Art von höchst positivem Ausnahmezustand. Gemeint ist natürlich das Museum als Alltagsort für die Besucher. Für Ehring waren Museen schon immer Alltagsorte. Die Mutter hat Kunst auf Lehramt studiert und offensichtlich in Sachen Kunstvermittlung alles richtig gemacht. „Ich bin schon als Kind gern und oft in Museen gegangen”, sagt die Ehring und man denkt: Ja, so sollte es sein.
Bauanträge
Kein Wunder also, dass Ehring die Kuratorinnenlaufbahn eingeschlagen hat. Das ist nicht ganz richtig. Denn nach dem Abi folgte erst einmal ein Studium mit anderem Schwerpunkt: Architektur und Innenarchitektur in Detmold. Abschluss: Bachelor. Aber irgendwie war es das nicht wirklich. Die Ehring schrieb beim ersten Job Bauanträge. Viele. Sehr viele. Vielleicht nicht ganz das, was sie sich vorgestellt hatte.
Umorientierung
Es kam, was kommen sollte: Umorientierung. Kunstgeschichtsstudium in Bonn. Abschluss: Master. Natürlich antwortet die Ehring gern auf die Frage nach dem Thema der Masterarbeit, aber das ist dann so speziell, dass man nur schwer folgen kann. Begriffsfetzen bleiben hängen: barockes Architekturtraktat; Gebrauchskunst.
Wie man auf Kunst schaut
Am Ende die Destillation eines Gedankens: „Mich hat schon immer interessiert, wie man auf Kunst schaut.” Ehrings erste Stelle: Köln – Museum für angewandte Kunst. Aus ihrem Büro: Blick auf den Dom. Klingt gut. „Das Museum hat eine unglaublich tolle Sammlung“, schwärmt die Ehring mit Augenfunkeln.
Zukunftsarbeit
Und jetzt also Kleve. Was wird denn „Ehrings first Exhibition”? Das kann sie noch nicht sagen. „Als ich hier angefangen habe, stand ja das Programm für 2027 schon fest.” Stimmt: Museumsarbeit ist Zukunftsarbeit. Und das in jeder Hinsicht. „Im nächsten Jahr wird es eine große Jubiläumsausstellung geben. Da bin ich eingebunden.” Ehring ist längst angekommen. Sie ist gern in Kleve. Aber es wird Zeit kosten, sich durch die Sammlung zu arbeiten. „Natürlich ist mit der Sammlung schon viel gemacht worden”, sagt sie, aber ein neuer Blick auf die hauseigenen Schätze könne ja auch neue Perspektiven eröffnen. Da ist was dran.
Herzenssachen
Eins von Ehrings ersten Großprojekten – ein „Erbstück”: ‚Schule, Kunst, Museum‘. Ein Projekt ganz nach dem Geschmack der (nicht mehr ganz) Neuen. Gemeint ist natürlich ihre Dienstzeit in Kleve und nicht ihr Alter. Mit 31 ist Ehring ein Stück Museumszukunft. Was ihr auch am Herzen liegt: die Workshops. Zusammen mit ‚Schule, Kunst, Museum‘ liegt in beiden Projekten museale Zukunft. Es gilt, den Anschluss herzustellen. Museumsfans fallen nicht vom Himmel. Die Ehring hat reichlich Ideen. Und eben diesen Wunsch nach dem Museum als Alltagsort. Ihr nächster Plan: Niederländisch lernen. Super Idee, denn „bei uns im Museum sind auch viele Gäste aus den Niederlanden”.
Willkommenskultur
Museumskultur, das weiß jeder, der in den Niederlanden Museen besucht, ist eine Willkommenskultur. Andere Baustelle. Oder vielleicht auch nicht. Wie wichtig sind eigentlich Museumsbesuche? Zweiwortanwort: „Sehr wichtig.¨ Bei der Frage nach Lieblingsmuseen wird es ausländisch. „Da wäre zum Bespiel das ‚Lousiana Museum of Modern Art‘ in Kopenhagen. Es geht aber auch näher: ‚Kröller-Müller‘ – irgendwie fast gleich um die Ecke. Letzter Museumsbesuch? Lehmbruckmuseum, Duisburg. Die Ehring hat sich Anish Kapoor angesehen. Augenfunkeln.
Am Ende des Besuches denkt man: Da brennt eine für das, was sie tut. Das ist ja wichtig bei ihrem Job. Es geht – im besten Sinn – um Ansteckungsgefahr. Museen als Alltagsorte müssen Kunstkontaminationsorte sein.
Die Paten
Die Erdmännchen sind auf der Eins. Es folgen Zwergziegen und Rüsselspringer. Elfriede mag die großen Maras. Elfriede ist die Mutter vom Chef. Der Chef ist Martin Polotzek. Zeit für das Eigentliche: Seit locker 20 Jahren kann man Tierpatenschaften eingehen. Nicht nur im Klever Tiergarten.
Patenschaft als Dauerauftrag
Manche Geschichten gestalten sich schwierig. Über das „Drummerum” ließe sich mehr schreiben als über das Eigentliche.
Die Powerpaten
Foto: Rüdiger Dehnen
Alles begann mit dem Ungarischen Steppenrind. „Das müsste 2015 gewesen sein“, sagt Steffi und Kai nickt. Steffis Auswahlkriterium: HH – Hauptsache Hörner. Diagnose: Trifft zu beim Ungarischen Steppenrind. Zusatz: Aber sowas von.
Die Baumstachlerbande
Bruce ist der Erste. Dabei war nicht mal klar, ob er oder die Kollegen sich würden sehen lassen. Der Grund: niederrheinischer Nieselregen. Aber nach all der Trockenheit treibt es auch die Baumstachler (lateinischer Name: Erethizon dorsatum dorsatum) ins Außengehege. Und wer ist Bruce? Pardon: Bruce und seine Baumstachlerbande sind Bewohner des Klever Tiergartens.
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Hansi, Freddy und Horst-Dieter
Foto: Rüdiger Dehnen
Annika Jaspers ist eine vielbeschäftigte junge Dame. Nach den Sommerferien beginnt ihre gymnasiale Karriere am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, aber vorher ist Entspannen angesagt. In der Freizeit spielt Annika Volleyball, Badminton und Geige. Ihre Zeugnisse sind – sagt Papa Stefan – langweilig: lauter Einser. (Es gibt Schlimmeres.)
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Versteckte Botschaft?
Drei Esel? Foto: Rüdiger Dehnen
Es war der Tag vor Heiligabend – zwei oder drei Jahre müssten es her sein. „Papa, hast du morgen am Vormittag Zeit? Wir müssten mit dir wohin.” So fing es an.
Bitte recht freundlich!
Rüdiger Dehnen
Einfach kann jeder. Fangen wir also kompliziert an und stellen vor: Oryctolagus cuniculus f. domestica. Und dann wäre da noch der Grundmann Tobias. Kaninchen mit Gefährdungsstatus auf der einen Seite, 39-jähriger Ex-Prinz (2018/19) auf der anderen Seite. So weit, so gut.
Zwischen Haut und Welt
Viel meht als Schwarz und Weiß. Arbeiten von Lawin Ramelinck
Manchmal sind es die Fragen, die Dinge in Gang setzen. Zum Beispiel diese: „Wie wärˋs denn mal mit Mode?” Die Mode-Frage kam von Claus van Bebber. Es ging darum, was das Schwerpunkt-Thema beim ArToll-Sommerlabor sein könnte. Nach einigen Diskussionen nahm die Idee Gestalt an.









