Schreibkraft
Heiner Frost

Oktober 12, 2019
von Heiner Frost
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Kopfstand oder: Punk mit zarter Seele

Foto: Heiner Frost

… fast gesprochen.

Überlebensmaxime

„Wörter sind wie Musik. Eine Überlebensmaxime.“ Sagt Frank Maibier. Wollten wir nicht eigentlich über Bildende Kunst reden? Wieder einmal zeigt sich: Stempel sind Verhindsanordnungen. Schubladen auch. Sie grenzen ein. Sie befreien nicht. Frank Maibier stellt im Museum Kurhaus Kleve aus: „labile balancen“ heißt die Ausstellung. Das könnte auch über diesem Gespräch stehen.

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Oktober 10, 2019
von Heiner Frost
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Wilhelm Busch: Von der Kunst des Hinsehens

Foto: Rüdiger Dehnen

Vielleicht hätte der Mann auf die Frage, was sein Vermächtnis sein soll, anders geantwortet, als es die Welt tat. Vielleicht wollte er als einer überleben, dem eigene Kapitel in Kunstlexika gewidmet sind. Dreimal hat er Anläufe unternommen, an Akademien zu studieren: Düsseldorf, Antwerpen und München waren die Stationen.

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Oktober 4, 2019
von Heiner Frost
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Wie gewonnen …

Die Sache ist eigentlich philosophisch zu sehen, denn: Es geht um die Bedeutung des Geldes. „Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.“

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September 26, 2019
von Heiner Frost
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Freundliche Übernahme oder: Vienna studies in Kleve

Foto: Rüdiger Dehnen

Kein Appetit

„Besser vorher gut gegessen“, möchte man Besuchern des Museums Kurhaus Kleve raten, wenn sie sich nächstens zur neuen Ausstellung auf den Weg machen.
Mit leerem Magen könnte der Besuch zur Versuchung werden. Wer möchte sich schon im Aggregatszustand „Hunger!“ mannshohen Bockwurstabbildungen aussetzen? Gleich zwei der Räume im Untergeschoss auf dem Weg zur großen Wandelhalle sind ganz und gar „verwurstet“. Man muss also standhaft bleiben.

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September 19, 2019
von Heiner Frost
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Stempel und Hasengräber

Joseph Beuys: Hasengrab. Foto: Rüdiger Dehnen

Obacht! – Wir beginnen wir mit einer Warnung: Wer Anhänger des unbetreuten Hinsehens ist, sollte diesen Text jetzt zur Seite legen – entweder gleich entsorgen oder aber erst nach einem Ausstellungsbesuch häppchenweise konsumieren. Man kann sich nicht frei machen von Gelesenem und Vorgedachtem. Jetzt also gilt es, eine Entscheidung zu treffen ….

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September 17, 2019
von Heiner Frost
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Auslöschung

„Sex and Drugs – no rock n‘ Roll“ – das müsste man konstatieren bei diesem Verfahren. Es geht um Drogen und Erzwungenes auf der sexuellen Ebene. Man will nicht in die Details. Nur so viel: Nicht nur soll der Angeklagte mindestens eines der Opfer zu dem gezwungen haben, was gemeinhin „sexuelle Handlung“ genannt wird – es wurde auch filmisch festgehalten und in Umlauf gebracht.
Der Angeklagte freilich sieht die Sache anders. Die Handlungen mit einem der Opfer: Freiwillig. Die Aufnahmen: Entstanden auf Drängen des Opfers. Und mit dem anderen Opfer hat es erst gar keinen Sex gegeben.

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September 14, 2019
von Heiner Frost
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Das Leben danach

Johannes Dinnessen ist zufrieden mit seinem Leben – einer, der in sich ruht. Im Dezember ist Geburtstag, dann wird Dinnessen 83. Im September `44 war Dinnessen gerade einmal acht Jahre alt – der jüngste von sieben Jungs. Geboren in Kranenburg, der Vater Holländer. „Mein Vater war Waldarbeiter, aber zuhause hatten wir eine Kuh und drei oder vier Schweine – ich weiß nicht mehr genau, wie viele Schweine es waren.“ Genug jedenfalls zum Leben. Dinnessens Mutter – eine lebensfrohe Frau.

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September 7, 2019
von Heiner Frost
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Der Fall vor dem Knall oder: Schlichter – nicht Richter

Karl-Heinz Sliwa ist Rentner im Unruhestand. Seit 1979 lebt der gebürtige Essener zusammen mit seiner Frau in Millingen. „Damals sollte das nur eine Art Test sein, wie das Leben auf dem Land ist.“ Die beiden blieben.

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