Herr B. bedankt sich. Steht auf. Geht. Sein schwerer Gehstock hallt bei jedem Aufsetzen über den Gang. Tack. Tack. Herr B. hat sein Ziel erreicht: Sie haben ihm zugehört. Das wollte er.
Grenzüberschreitung
Foto: Rüdiger Dehnen (m)
Foto: Rüdiger Dehnen (m)
Herr B. bedankt sich. Steht auf. Geht. Sein schwerer Gehstock hallt bei jedem Aufsetzen über den Gang. Tack. Tack. Herr B. hat sein Ziel erreicht: Sie haben ihm zugehört. Das wollte er.
Amad Ahmad
Museen sind Zeitmaschinen, Zeitenspiegel, Echokammern, Geschichtenorte. Manchmal trifft man dort auf Geschichten, die längst untergegangen zu sein schienen. „something that flees the hands“ heißt eine neue Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve, die am Samstag, 21. März, um 17 Uhr eröffnet wird.
Werke von sieben Künstlerinnen und Künstlern (Wisrah C. V. da R. Celestino, Sultan Çoban, Rashiyah Elanga, Xheneta Imeri, Hanni Kamaly, Arthur Stachurski, Tobias Hohn und Stanton Taylor) wurden im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Museum Kurhaus Kleve und „Residence NRW“ von Anneliese Ostertag und Antoine Simeao Schalk kuratiert.
Foto: Rüdiger Dehnen
Manchmal laufen die Dinge schief. Kann passieren. Manchmal muss zu Ende Geglaubtes wieder aufgenommen werden. Alina Mykhailenko hat geschrieben. Sie ist eine von denen aus dem „Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration“, die sich nicht zurückgemeldet hatten. Jetzt erfahre ich: Meine Mails sind in ihrem Spam-Ordner gelandet. „Es tut mir leid“, schreibt Mykhailenko. Zeit also, sich zu treffen.
Daniele Formica im Video "Love will tear us apart". Foto: Rüdiger Dehnen
BEDBURG-HAU. Draußen unterhält sich der anbrechende Frühling mit am abreisenden Winter. Es mendelssohnt in den Zweigen. Auch Strawinsky tänzelt im Grünen. Drinnen: eine „Unterredung“ der anderen Art: Daniele Formica im Dialog mit Joseph Beuys.
Irgendwie ist es still im Auge des Orkans: totenstill. Man sitzt und starrt und hört und denkt. Crischa Ohler, Sjef van der Linden und Rinus Knobel proben ihr neues Stück: „Ein anderes Leben hätt‘ ich mir gewünscht“. Premiere wird am Samstag, 14, März sein. Jetzt – vorab für die Presse: zehn Minuten aus der Produktion.
Vielleicht muss unterschieden werden zwischen Wirklichkeit und Realität, zwischen anscheinend und scheinbar, zwischen Außenwirkung und innerer Angst. Judith Hendriks hat ein entgegenkommendes Lächeln. Sie hat mich eingeladen, ihr Leben zu betreten.
Foto: Lucas Hans
Der Vater ist auf der Abschiedsrunde. Seine Welt verschwindet. Die Zeiten geraten durcheinander – manchmal auch die Menschen. Die Wirklichkeit löst sich auf. Dinge, die gerade noch da waren, verschwinden unter einem Schleier. Das Leben maskiert sich.
Foto: Rüdiger Dehnen
Muhammad Idrees ist Pakistani, 27 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Söhne. Derzeit studiert er an der Hochschule Rhein-Waal (HRW) „International Business Administration“. Im März wird er sein Studium abschließen.
Petra Boßmann, Herbert Looschelders und Elisabeth van Gemmeren. Foto: Rüdiger Dehnen
Beim Wort „ansteckend“ denkt man leider viel zu oft zuerst ans Kranksein. Dass auch Optimismus hochgradig ansteckend sein kann – dafür ist Petra Boßmann ein leuchtendes Beispiel. Eigentlich müsste man von einem strahlenden Beispiel sprechen, denn wenn Boßmann von ihrer Idee erzählt, braucht es kaum Licht im Raum … ihr Strahlen reicht.
Boßmanns Idee: Rikscha-Fahrten für Senioren und ja – die Boßmann hat sich das nicht selber ausgedacht, aber sie möchte, dass „eine Superidee demnächst auch in Kleve zuhause ist“.
Foto: Rüdiger Dehnen
Kenan Araca ist 26 und von Beruf Apotheker. Sein Arbeitsgebiet: Arzneimittelsicherheit und Zulassung. Araca hat acht Geschwister. Er ist kurdischer Jeside – geboren und aufgewachsen in Kleve. Seit 2001 ist der Mitglied der SPD. „Meine Eltern haben immer SPD gewählt“, sagt er. Dass Araca jetzt Mitglied im Ausschuss für Chancengleichheit und Integration ist, hat aus seiner Sicht auch etwas mit politischer Verantwortung zu tun.