Schreibkraft
Heiner Frost

November 19, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Der Duft der falschen Rosen

Der Duft der falschen Rosen

Am Ende ist Sjef ziemlich fertig: Gut fertig irgendwie. Er schwitzt. Das liegt nicht an der Theatertemperatur. Dann müsste ich auch schwitzen. „Komm vorbei. Schau‘s dir an“, hatte Sjef gesagt. Also: Auf zur Sonderfahrt. Theater für einen Gast …

Weiterlesen →

November 19, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Herzangelegenheit

Herzangelegenheit

Auf dem Tisch im Wohnzimmer: Die Karten. Vielleicht 30 Stück sind es. Sie haben die Größe einer Bankkarte. „Es muss weitergehen!“, steht drauf – das „es“ in einem roten Herz, dem zwei Füße gewachsen sind …

Weiterlesen →

November 13, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Stahl – Druck – Kunst: Thomas Kühnapfel

Stahl – Druck – Kunst: Thomas Kühnapfel

Foto: Christoph Buckstegen

Wer kann schon sagen, wo der Erfolg beginnt? Das hängt nicht zuletzt davon ab, wen man fragt. Wenn einer als Bildhauer eingeladen wird, im Skulpturenpark Wuppertal auszustellen, ist das schon ein bisschen so, als würde ein Schauspieler ans Burgtheater eingeladen.
Trotzdem zählt am Ende nicht die Einladung: Das ist eine Ehre – sicher. Aber in der Kunst hängt vieles davon ab, im richtigen Augenblick am richtigen Ort von den richtigen Menschen wahrgenommen zu werden. Das zumindest ist eine Lesart des Erfolges.

Weiterlesen →

November 3, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für … wenn man hinunterschaut

… wenn man hinunterschaut

Foto: Karl Forster

Es dauert mehr als einen Augenblick, sich den Schrecken aus der Seele zu kratzen. Auf der Bühne ist das Tutti der Akteure – Rücken zum Publikum – zum Standbild erstarrt und befiehlt Innehalten. (Jetzt bitte nicht mehr atmen.)  Erst nach 20 Sekunden – 30 vielleicht – traut sich das Publikum aus der Deckung: Applaus. Man klatscht mit, obwohl doch die Hände fast aufeinandergeforen waren. Die Kälte: Kaum erträglich. Die heile Welt: Außer Sichtweite. Irgendwie abhanden gekommen. Geschreddert.

Weiterlesen →

Oktober 25, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Ein weißer Schatten

Ein weißer Schatten

Das Wort hat Gewicht. Es weckt Vorstellungen – Gnade. Der erste Gedanke: Da ist etwas nicht mit Händen zu greifen – nichts, das sich klar umreißen ließe wie zum Beispiel Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Vielleicht ist Gnade ein weißer Schatten. Der Kopf sagt: Niemand hat einen Anspruch auf Gnade. Gnade, denkt man, ist ein Gedanke am Ende der Paragraphen, aber: Was Gnade bedeutet, hängt natürlich davon ab, wen man fragt und in welchem Koordinatensystem jemand sich bewegt.

Weiterlesen →

Oktober 21, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Hubabubatuba oder: Fremde, bewegliche Sachen

Hubabubatuba oder: Fremde, bewegliche Sachen

Wer arbeitet am Heiligen Abend, nachdem die letzten Geschäfte ihre Pforten geschlossen haben? Krankenhauspersonal, Ärzte, Polizisten, Pastöre … und diese drei: Nennen wir sie Hubba, Bubba und Tubba.

Weiterlesen →

Oktober 13, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Die Endlichkeitsmaschine

Die Endlichkeitsmaschine

Wer sagt denn, dass Beuys nicht mehr ist als Filz und Fett? Wie klein wäre dann der Kosmos des Herren mit Hut und Weste? Falsche Folgerung? Einer wie Beuys war mit Schaffenskraft aufgeladen und hätte doch auch in der Beschränkung ein Werk hinterlassen.

Weiterlesen →

Oktober 6, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Dialog der Monologe oder: Freund und Kupferstecher

Dialog der Monologe oder: Freund und Kupferstecher

Papier ist flüchtig. Es muss geschützt werden vor Zeit und Zersetzung. Das machen Teile der neuen Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve (mkk) deutlich. Zeichnungen und Kupferstiche von Hendrick Goltzius (1558 – 1617) werden im „Dämmerlicht“ präsentiert. Luxe lauern – Lichtkatzen auf dem Sprung.

Weiterlesen →

September 29, 2017
von Heiner Frost
Kommentare deaktiviert für Ende schlecht – alles schlecht

Ende schlecht – alles schlecht

Die Zahl

Warum ist man eigentlich hier? Es ist doch nur einer von unzähligen Drogenprozessen. (Täglichbrot für ein Gericht, das nicht sehr weit vom nächstmöglichen Coffeeshop entfernt liegt.) Vielleicht liegt es an dieser Zahl. Es geht nicht um die sechs Kilogramm Marihuana – da ist diese andere Zahl: 75. Eine Altersangabe.

Weiterlesen →